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AED Defibrillator
Man versteht unter einem AED Defibrillator ein medizinisches Gerät mit dem durch das Verabreichen gezielter Stromstöße lebensbedrohlichen Störungen im Herzrhythmus behoben werden können. Dabei kann es sich um (Herz-)Kammerflimmern oder -flattern oder um Vorhofflimmern bzw. Vorhofflattern (Kardioversion) handeln.
Einsatzorte von Defibrillatoren
Ein AED Defibrillator kommt beispielsweise auf einer intensivmedizinischen Station, in Operationssälen oder in den Notfallaufnahmen der Krankhäuser zum Einsatz. Auf Rettungs-, Notarzt- und manchmal Krankentransportwagen ist ebenfalls ein AED Defibrillator vorhanden. Seit gut 20 Jahren befindet sich oft ein AED Defibrillator in Schalterräumen von Banken, in Einkaufszentren, Bahnhöfen, Flughäfen und anderen öffentlich zugänglichen Orten. Im Gegensatz zu den vorgenannten Orten ist der AED Defibrillator hier ausdrücklich für die Benutzung durch medizinische Laien vorgesehen.
Medizinische Hintergrundinformationen
Schreckgespenst ist der so genannte plötzliche Herztod. Dem plötzlichen Herztod geht in den meisten Fällen ein Herzkammerflimmern voraus.
Der AED Defibrillator erzeugt einen elektrischen Impuls, der zu einer Erregung des Herzmuskels führt und so die Kontraktionen beim Kammerflimmern unterbrechen kann. Durch den AED Defibrillator kann dann die normale Erregungsfunktion des Herzmuskels wieder greifen und das Herz beginnt wieder regelmäßig zu schlagen. Anders, sachlich nicht ganz richtig aber griffiger formuliert: Ein AED Defibrillator bringt das Herz wieder in den Takt. Wesentlich für die erfolgreiche Anwendung von einem AED Defibrillator ist, dass das Gerät so schnell wie möglich zum Einsatz gelangt. Wenn das Herz nicht mehr ordnungsgemäß schlägt, dann droht eine Schädigung des Gehirns, weil dessen Sauerstoffversorgung nicht mehr ausreichend sichergestellt ist. Man spricht davon, dass die Überlebenschance des Patienten mit jeder Minute in der der AED Defibrillator nicht eingesetzt wird um zehn Prozent sinkt. Genau aus diesem Grund kommt es immer häufiger vor, dass ein AED Defibrillator in öffentlich zugänglichen Bereichen installiert wird. AED Defibrillator steht für automatisierter externer Defibrillator – streng genommen ist somit AED Defibrillator eine Doppelung, die Nennung beider Bezeichnungen ist im umgangssprachlichen Bereich recht verbreitet.
Rechtliche Fragen
Immer wieder ist zu hören, dass gerade die Menschen für die ein AED Defibrillator entwickelt wurde größte Unsicherheiten haben. Man kann es nicht oft genug betonen: Ein AED Defibrillator ist ausdrücklich für Anwendung durch Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse vorgesehen. Dank der die intelligenten Gerätesteuerung vom AED Defibrillator und eine selbsterklärend bebilderte Anleitung ist die Fehlbedienung praktisch ausgeschlossen. Der AED Defibrillator gibt nur dann einen Impuls ab, wenn die Geräteelektronik bei der Überprüfung herausgefunden hat, dass dies notwendig ist. Der Anwender muss lediglich das Gerät zum Patienten bringen und die Elektroden, wie in der Anleitung angegeben anschließen, und das Gerät einschalten.
Rechtlich gesehen ist also die Anwendung von einem AED Defibrillator von Laien-Ersthelfern unkritisch. Beim betrieblichen Einsatz gelten die entsprechenden Regeln und Vorschriften des Arbeitssicherheitsgesetzes, des Medizinproduktegesetzes und der Medizinproduktebetreiberverordnung.
Nach erfolgreicher Defibrillation sind oft weitere Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich. Hierzu liefern die Geräte auch entsprechende Hinweise für den Ersthelfer. An dieser Stelle stößt ein AED Defibrillator an seine Grenzen. Ein AED Defibrillator ist kein Wunderapparat sondern ein lebensrettendes Hilfsmittel für Ersthelfer. Um wirksam Leben retten zu könne, sind aber Grundkenntnisse in der Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich. Hierzu bieten alle Hilfsorganisationen in Stadt und Land regelmäßige Schulungen an.

